72. Generalversammlung 2013

Neuenkircher Samariter neu mit eLearning-Nothilfekurs

ib/ Am Donnerstag, 24. Januar 2013 hielt der Samariterverein Neuenkirch seine 72. GV im Restaurant Sonne, Neuenkirch, ab. Der Verein durfte Tamara Rauber als neues Mitglied begrüssen. Viele Samariter konnten ein Vereins-Jubiläum feiern. Darunter war auch Rita Kupper, welche 60 Jahre im Verein dabei ist. Mit dem eLearning-Nothilfekurs startet der Verein in eine neue Ära im Kurswesen.

Die Generalversammlung, geleitet von der Präsidentin Lisbeth Frey, gedachte zu Beginn des vor einer Woche verstorbenen Ehrenmitgliedes Seppi Kupper. Er war 1959 in den Verein aufgenommen worden und wirkte viele Jahre aktiv mit. 1984 durfte er die Henry-Dunant-Medaille in Empfang nehmen. Für seine Verdienste erhielt er 1989 die Ehrenmitgliedschaft des Samaritervereins. Die Mitglieder verlieren in ihm einen lieben Kameraden der sich immer mit viel Herz für den Verein eingesetzt hat.

Nothilfekurs nun auch per eLearning

Im Kursprogramm 2013 bieten die Neuenkircher Samariter im September einen e-Learning-Nothilfekurs an. Seit Anfang 2013 gibt's den Nothilfekurs in dieser neuen Form. Die Teilnehmenden können die Theorie am eigenen PC zu Hause erarbeiten. Für das praktische Einüben der Erste-Hilfe-Technik besuchen sie danach einen siebenstündigen Präsenzkurs bei den Kursleiterinnen des Samaritervereins. Der eLearning-Kurs ist vom Schweizerischen Samariterbund als zusätzliches Angebot geplant worden und ist in dieser Art neu in der Schweiz.

Im kommenden Vereinsjahr wartet wieder viel Interessantes auf die Mitglieder. Die Teilnahme am regionalen Samariterparcour in Sursee, die gemeinsamen Übungen mit den Samariterkollegen in Sempach und in Hellbühl, die Übung mit der SLRG (Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft) und der Besuch beim Partnerverein in Lauterbrunnen sind nur einige der Höhepunkte. Ein Thema wird auch der neue Nothilfekurs sein. Die Samariter werden wie schon im letzten Jahr mit Einsatz dabei sein. Denn sie wissen, durch die monatlichen Übungen halten sie sich fit für den Ernstfall zu Hause, bei der Arbeit oden in der Freizeit.

Vorstand einstimmig in den Ämtern bestätigt

Der Vorstand, bestehend aus Lisbeth Frey, Präsidentin; Jolanda Marx, Vizepräsidentin; Irma Baumeler, Aktuarin; Sepp Stadelmann, Kassier; Vreni Peter, Materialverwalterin & Leiterin Sanitätsdienst; Monika Stalder, Leiterin Technische Kommission; Franz Bürgler, HP-Beauftragter wurden einstimmig wieder gewählt. Die eigentlichen Vereinsgeschäfte liefen reibungslos ab. Der Antrag des Vorstandes auf Erhöhung der Mitgliederbeiträge wurde einstimmig angenommen. Als neues Mitglied durfte die Versammlung Tamara Rauber in den Verein aufnehmen.

Rita Kupper wurde für ihre 60 Jahre Mitgliedschaft gedankt. Viele Jahre hat sie sich für den Verein eingesetzt und half auch an unzähligen Anlässen im Sanitätsdienst mit. 1969 durfte sie die Henry-Dunant-Medaille in Empfang nehmen; das ist die höchste Auszeichnung für einen Samariter. 1983 erhielt sie die Ehrenmitgliedschaft des Vereins. Leider konnte sie an der GV nicht anwesend sein um den Dank persönlich entgegenzunehmen. "Samaritersache ist Herzenssache" und so werden die Samariter auch im folgenden Vereinsjahr mit Elan und Freude mitarbeiten.

 

Tamara Rauber, neues Vereinsmitglied mit der Präsidentin Lisbeth Frey (vl)

 

Unfälle passieren bei jedem Wetter

Samariterverein Neuenkirch demonstriert Erste Hilfe im Ladehus Stäg

Am Samstag, 1. September, führte der Samariterverein Neuenkirch mit seiner Help-Jugendgruppe im Ladehus Stäg, Neuenkirch eine ganz spezielle Aktion durch. Zu jeder vollen Stunde wurde eine Unfallsituation simuliert und die korrekte Erste Hilfe gezeigt. Ziel war, die Zuschauer zu motivieren, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

 

Es krachte und dann hörte man Schreie…
Ladehus Säg, Samstag 1. September: Es kracht! Ein Auto steht in der Einfahrt, unter seinem Vorderrad ist ein Fahrrad eingeklemmt. Ein Kind liegt am Boden und schreit, ein anderes kniet blutend daneben und aus dem Auto hört man ein Stöhnen…Es ist zum Glück nur eine gestellte Szene niemand ist verletzt! Kinder der Help (Jugendgruppe der Samariter) und Samariter mimten bei diesem schlimmen „Unfall“ die Schwer- und Leichtverletzen.
Über Lautsprecher hörte man die Stimme einer der Technischen Leiterinnen: „Ein Unfall! Wüssten Sie, wie Sie helfen könnten? Wir zeigen es Ihnen!“ Darauf wurden die Samariter aktiv: Sie traten zur Unfallstelle, verschafften sich einen Überblick, sicherten das Gelände, setzten den Notruf ab und leisteten erste Hilfe. Die ganze Aktion wurde von den Technischen Leiterinnen (Monika Stalder und Sonja Brügger) über Mikrofon kommentiert und den Zuschauern auf eindrückliche Art näher gebracht. Sie erklärten, wie das Handlungsschema BLS-AED funktioniert. Dieses Schema ermöglicht, dass schneller Hilfe geleistet werden kann. Seit 2012 wird mit diesem Nothilfeschema Erste Hilfe geleistet. BLS bedeutet Basic Life Support oder Lebensrettende Basismassnahmen und AED ist die Abkürzung für Automated external defibrillation oder Automatische externe Defibrillation.
Die Vorführungen waren durch das schlechte Wetter (Dauerregen) geprägt und gewannen dadurch noch mehr an Realität. Unfälle passieren eben nicht nur bei Sonnenschein. Bei schlechten Wetterbedingungen wird die Erste Hilfe zu einer zusätzlichen Herausforderung. Die Samariter standen den ganzen Tag im Einsatz und meisterten die widrigen Wetterbedingungen mit der nötigen Gelassenheit und freuten sich, ihr Wissen an die Zuschauer weiter zu geben. Zwischen den stündlichen Vorführungen konnte die Bevölkerung an einem Wettbewerb mitmachen. Am Abend wurden die Gewinner verlost (sie wurden persönlich benachrichtigt).

Jeder Vierte muss einmal Nothilfe leisten!
Diese gestellte Szene könnte sich irgendwo in Realität auch ereignen. Niemand möchte je eine solche Situation erleben und doch kann es jeden treffen. Laut Statistik muss jeder Vierte einmal Nothilfe leisten. Bei den meisten liegt der Nothilfekurs jedoch über 20 Jahre zurück. Inzwischen hat sich sehr viel verändert bei der Ausbildung der Ersthelfer, viele sind auf einem veralteten Stand. Mehr als 70 % kennen die Notrufnummer 144 nicht! Das war Grund genug für die Neuenkircher Samariter, auf dieses Thema aufmerksam zu machen. Mit ihrer Aktion sensibilisierten sie die Zuschauer, sich mit der Ersten Hilfe zu befassen. Die Samariter fragen: „Wann haben Sie den letzten Erste Hilfe Kurs besucht, fühlen Sie sich kompetent, genug schnell und korrekt Erste Hilfe zu leisten? Es ist doch so: wer weiss, was zu tun ist, fühlt sich sicherer.“